Día de la Independencia

Am Donnerstag war es endlich soweit, der Tag der Unabhängigkeit, der von der Regierung seit Monaten angepriesen wurde, stand ins Haus. 2010 ist ein bedeutendes Jahr hier, Mexiko feiert das Bicentenario, 200 Jahre Unabhängigkeit und 100 Jahre mexikanische Revolution. Am Mittwoch bin ich mit einem Kollegen nach Dolores Hidalgo gefahren, einem kleinen Städtchen, das aber sehr bedeutsam in der Geschichte Mexikos ist und auf das an dem Tag alle Augen gerichtet waren. Am 16. September 1810 rief hier der Pfarrer Hidalgo mit dem Grito (Ruf) von Dolores zum Widerstand gegen die spanische Kolonialmacht auf und leitete so den Unabhängigkeitskrieg ein. In der Stadt war extrem viel Polizei und Militär unterwegs, und die Sicherheitskontrollen waren sehr scharf, da der Präsident angekündigt war, und man Angst hatte, dass dieses historisch bedeutende Datum vielleicht für eine neue revolutionäre oder gewalttätige Tat missbraucht werden könnte. In allen Läden und Bars war der Verkauf von Alkohol verboten und man musste durch Metalldetektoren, um auf den Hauptplatz zu kommen. Wir haben bei dem Freund meines Kollegen gefeiert, dort viel gegessen und die aufwendigen Zeremonien und Militärparaden in Mexiko Stadt im Fernsehen verfolgt. Um 23 Uhr trat Präsident Felipe Calderon auf den Zócalo, den Hauptplatz Mexikos, und hat den Grito ausgerufen. Die Rede endet mit „¡Viva la independencia nacional!“ und „¡Viva México!“ und die Masse antwortet mit „¡Viva!“. Dann gab es ein großes Feuerwerk. Um 7 Uhr morgens kam der Präsident als zweite Stadt nach Dolores Hidalgo, um dieselbe Rede zu halten, aber wir haben es leider nicht ausgehalten und schon geschlummert…


Rede Calderons in Dolores Hidalgo – „¡Viva México!“

Independencia - Die Städte sind seit Wochen für den 16. September geschmückt

Freundliche Gastgeber beim Burritos-Zubereiten

Flagge zeigen

Man verfolgt im Fernsehen die Zeremonien in Mexiko Stadt

El Grito - Der Schrei mit der die Unabhängigkeitsbewegung begann

200 Jahre Unabhängigkeitsbewegung

Am nächsten Tag haben wir uns nach einem ausführlichen Frühstück die Stadt in Ruhe angeschaut, ohne Polizeiaufgebot. Dolores ist für sein Eis „nieve“ (Schnee) bekannt, eine Art Sorbet, das von zig Eisverkäufern auf der Straße angeboten wird. Nieve gibt es hier in allen denkbaren Geschmacksrichtungen, z.B. Tequila, Bier, Chili, Kaktus oder Meeresfrüchte. Ich habe mich dann doch an Eis von mexikanischen Früchten gehalten, die ich in Deutschland noch nie gesehen, geschweige denn gegessen habe, wie Mamey, Zapote oder Kaktusfeige. Lecker!

Frühstück

Dolores Hidalgo

Berühmte Pfarrkirche und Statue des Priesters und Revolutionärs Hidalgo

Straßenverkäufer - überall kann man Nüsse und Süßigkeiten kaufen

Casa de Visitas Dolores Hidalgo

Moderne Kunst

Road Trip

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